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Chronik der WSN | Drucken |

Es war sicher eher ein Zufall, dass die Gründung der Wiedbachtaler Sportfreunde Neitersen (WSN) im Jahre 1971 mit dem 50. Geburtstag des ersten Neiterser Sportvereins zusammenfiel, aber diesem Zufall verdanken wir nun immer ein Doppeljubiläum.

Als junge, sportbegeisterte Männer im Jahre 1921 im Gasthof Merkelbach in Neitersen den TuS "Wiedkraft" Neitersen gründeten, war der 1. Weltkrieg gerade drei Jahre vorbei. Allen Widrigkeiten zum Trotz konnte auch schon bald der Spielbetrieb aufgenommen werden. Ein Sportplatz stand jedoch noch nicht zur Verfügung, gespielt wurde auf einer Wiese.

Erst 1930/31 wurde auf dem Haldengelände der ehemaligen "Grube Emma" mit viel Eigenleistung ein Sportplatz gebaut. Seit dieser Zeit heißt es: "Wir spielen auf der Emma".

Mitte der dreißiger Jahre kam der Spielbetrieb jedoch zum Erliegen. Nach der Machtübernahme der Nazis wurden auch die Vereine und Verbände gleichgeschaltet. Die Dorfjugend verbrachte ihre Freizeit mehr oder weniger freiwillig in den neuen Organisationen der NS-Partei.

Nach dem 2. Weltkrieg lebte die "Wiedkraft" jedoch wieder auf und bereits ab Oktober 1945 wurde wieder Fußball gespielt. Emil Schumann war der erste Nachkriegsvorsitzende des Sportvereins Auch der Jugendfußball wurde wieder aufgenommen und das Vereinsleben nahm einen starken Aufschwung. Sportliche Erfolge in den fünfziger Jahren sind sicher mit Namen wie Helmut Merkelbach sen., Erich Müller, Helmut Schüler, Karl Schumann, Helmut Saßmannshausen und Fritz Schneider verbunden.

Mitte der fünfziger Jahre kam es zum Streit mit den Fußballern aus Schöneberg. Die Schöneberger gründeten daraufhin einen eigenen Verein. Diese Spaltung bedeutete jedoch eine Schwächung und letztlich das vorläufige Ende des Fußballs im Wiedbachtal. Beide Vereine stellten Ende der fünfziger Jahre ihren Spielbetrieb ein. Anfang der sechziger kam es auf Initiative von der Firma Georg zur Wiederaufnahme des Spielbetriebes auf der "Emma".

Der Verein nannte sich nun "TuS Georg Neitersen". Man verstand sich jedoch nicht als Betriebssportverein. Nach einigen erfolgreichen Jahren, schloß der Verein aber 1968 bereits wieder seine Pforten, was wohl in erster Linie auf eine schwache Vereinsführung zurückzuführen ist.

Im Juni 1971 wurden dann die "Wiedbachtaler Sportfreunde Neitersen"

gegründet. Den Vorsitz übernahm Edgar Zimmermann. Mit dem WSN kam auch der sportliche Erfolg ins Wiedbachtal zurück. Zwar gab es am Anfang viele Skeptiker, die angesichts der wechselvollen Geschichte des Neiterser Sportvereins auch dem WSN keine lange Lebzeit gaben, aber diese Bedenkenträger wurden bald eines Besseren belehrt!

Bereits 1973 konnte der WSN unter Trainer Fritz Scheider in die 2.

Kreisklasse aufsteigen und 1976 gelang es mit Spielertrainer Erhard Schultheiß der Aufstieg in die 1. Kreisklasse. Eine Stärke des jungen Vereins war bereits damals eine gute Jugendarbeit. Mitte der siebziger Jahre hatte der WSN drei Senioren- und fünf Jugendmannschaften. Beim Aufbau der Jugendabteilung hat sich unser verstorbenes Ehrenmitglied Otto Bettgenhäuser als Jugendleiter große Verdienste erworben.

Im Jahre 1978 kam es zur ersten großen sportlichen Krise. Eine "zusammengekaufte" 1. Mannschaft sollte den Aufstieg in die Bezirksliga anpeilen, nach Abschluß einer verkorksten Saison stand der WSN jedoch als Absteiger in die C-Klasse fest. Unsere guten jungen Spieler hielten dem Verein jedoch die Treue und so gelang bereits zwei Jahre später mit Spielertrainer "Männi" Klein der Aufstieg in die B-Klasse.

1985 schafften die Fußballer dann mit Trainer Jochen Rosbach den langersehnten Aufstieg in die A-Klasse. Mit Spielertrainer Wolfgang Schneider spielten wir dann vier Jahre in der Spitzengruppe der A-Klasse mit, ohne jedoch den Aufstieg in die Bezirksliga zu schaffen. Dies gelang erst 1991, wieder unter der Regie von Jochen Rosbach. Im ersten Bezirksliga-Jahr spielten wir oben mit, im zweiten Jahr mussten wir nach dem Weggang einiger Leistungsträger (z. B. Lars Leese) jedoch wieder absteigen.

Der Aufenthalt in der Kreisliga A dauerte aber nur drei Jahre. 1996 konnte die Mannschaft mit Spielertrainer Volkmar Wollny wieder in die Bezirksliga aufsteigen und im Jahr 1999 schaffte die Mannschaft mit Trainer Theo Brenner sogar den Aufstieg in die Langesliga.

Das Team von Trainer Theo Brenner wurde Tabellenzweiter der Bezirksliga Ost.

Die angesetzte Relegationsrunde wurde nach einem Spieltag abgebrochen, da für alle Relegationsteilnehmer Landesligaplätze vorhanden waren. Der bis dahin größte vereinserfolg wurde mit einer großen Aufstiegsfeier in der Wiedhalle in Neitersen gefeiert.

Zum ersten Landesligaspiel am 11. August 1999 hatten wir keinen geringeren Gegner als den ehemaligen Regionalligisten VFB Wissen zu Gast auf der Emma.

Dieses erste Landesligaspiel wurde unglücklich mit 2:3 verloren. Dennoch verlief die erste Landesligasaison nicht schlecht. Zur Winterpause stand der WSN immerhin auf dem 4. Tabellenplatz.

Bei der Jahreshauptversammlung im Januar 2000 kam es zu einem Führungswechsel beim WSN. Der langjährige 1. Vorsitzende Horst Klein war im Sommer 1999 zum Ortsbürgermeister von Neitersen gewählt worden und gab sein Amt an der Spitze des Vereins ab. Neuer 1. Vorsitzender wurde Marco Schütz aus Altenkirchen.

Die 1. Mannschaft konnte ihre erste Landesligasaison im Mai 2000 mit dem siebten Tabellenplatz abschließen. Im Herbst 2000 stand die 1. Mannschaft im schweren zweiten Jahr in der Landesliga auf einem Abstiegsplatz. Die Kriese wurde von Woche zu Woche größer. So entschied sich der Vorstand schweren Herzens zur Trennung von Trainer Theo Brenner. Neuer Trainer wurde Peter Litzinger aus Hachenburg. Dem "alten Haudegen" gelang in dieser wichtigen Saison der Klassenerhalt in der Landesliga. Unsere Zweite schaffte im Spieljahr 2000/2001 übrigens "geradeso" den Klassenerhalt in der Kreisliga C. Die Saison 2001/2002 beendete die 1. Mannschaft mit einem vorderen Mittelfeldplatz. Die 2. Mannschaft konnte mit Spielertrainer Miguel Cruses in die B-Klasse aufsteigen.

Die Saison 2002/2003 war das letzte Spieljahr der Landesliga. Es war eine schwere Saison für den WSN. Wir hatten teilweise unser "kratzen" einen Nichtabstiegsplatz in der Liga zu halten und somit die Qualifikation für die "neue Bezirksliga" zu schaffen. Es gelang letztendlich doch. Peter Litzinger verließ nach drei erfolgreichen Jahren den WSN und wurde wieder Trainer in Guckheim. Neuer Cheftrainer beim WSN wurde Carsten Blechschmidt. Im November

2003 bewies der Verein, dass er noch mehr kann als Fußballspielen. Der WSN organisierte in der Wiedhalle ein Konzert mit dem Schlagerstar Andrea Berg.

Mehr als 1200 Fans der Sängerin kamen nach Neitersen um zu hören: "Du hast mich tausendmal belogen". Fast alle Aktiven waren im Arbeitseinsatz. Diese Veranstaltung war in jeder Beziehung ein toller Erfolg für den Verein.

Mit Trainer Carsten Blechschmidt begann der Umbau der 1. Mannschaft in Richtung Jugend. Carsten war mit der A-Jugend des VFL Hamm Rheinlandmeister geworden. Er hatte bei jungen Fußballern einen guten Ruf und mit jungen Fußballern viel Geduld und viel Geschick. Die erste Saison der neuen Bezirksliga war somit sehr erfolgreich. In der Abschlusstabelle am 30. Mai

2004 stand der WSN hinter Montabaur und Wissen auf Platz drei. Dieser Erfolg wurde leider durch den Abstieg der 2. Mannschaft aus der B-Klasse getrübt.

Im Jahr 2005 wurden zwei Urgesteine des WSN 60 Jahre alt. Rudolf Bellersheim war viele Jahre 2. Vorsitzender und Dieter Röber hat über 20 Jahre das Amt des ersten Geschäftsführers ausgeübt. Beide Sportkameraden wurden anlässlich ihrer "runden" Geburtstage zu Ehrenmitgliedern des Vereins ernannt. Die 2.

Mannschaft konnte 2005 wieder in die B-Klasse aufsteigen. Mit dem zurückgekehrten Peter Litzinger erhielt sie zudem einen erfahrenen und erfolgreichen Trainer.

Im Herbst hatte unsere 1. Mannschaft eine große Krise. Die Blechschmidt-Truppe stand auf einem Abstiegsplatz. Einige Vereinsanhänger stellten den Trainer bereits in Frage. Die Mannschaft hat die Situation jedoch selbst bereinigt. Sie hat für ihren Übungsleiter die Ärmel hochgekrempelt und gekämpft. Mit einer Siegesserie, die im November 2005 in Neuwied begann, konnte man sich schnell ins Mittelfeld absetzen und hatte mit dem Abstieg nichts mehr zu tun.

Auch unsere 2. Mannschaft sorgte in der Saison 2005/2006 für Schlagzeilen.

Als Zweiter der Kreisliga B konnte das Litzinger Team an der Relegation zur

A- Klasse teilnehmen. Die Aufstiegsrunde wurde mit zwei Siegen erfolgreich abgeschlossen werden und somit spielt unsere Zweite in der laufenden Saison erstmals in der Kreisliga A. Allen Unkenrufen zum Trotz hält sich die Truppe bisher hervorragend und belegt zur Winterpause einen gesicherten Mittelfeldplatz.

Im Sommer 2006 kam es bei der 1. Mannschaft zu einem Trainerwechsel. Unser Cheftrainer Carsten Blechschmidt gab sein Amt aus beruflichen Gründen auf.

Sein Nachfolger wurde Maik Rumpel. Maik hat lange Jahre als ein Leistungsträger in der 1. Mannschaft des VFB Wissen gespielt.

Der Trainer hatte eine glückliche Hand in der vergangenen Spielzeit. Schon vier Spieltage vor Schluß konnte man auf der Emma die Meisterschaft in der Bezirksliga Ost erringen. Damit verbunden war der Aufstieg in die Rheinlandliga. Mit diesem Erfolg, dem größten Erfolg in der Vereinsgeschichte, hatte beim WSN niemand gerechnet. Unsere zweite Mannschaft belegte ebenfalls einen guten Mittelfeldplatz in der Kreisliga A.

Dies ist ebenfalls ein schöner Erfolg für die Mannschaft um Trainer Peter Litzinger.

 

Verfasst von Horst Klein